Bettina von Arnim
1785 - 1859
20. Januar 2009
150. Todestag
Schriftstellerin; "Goethes Briefwechsel mit einem Kinde", "Die Günderode"
Bettina (oder Bettine) von Arnim (Brentano), geboren am 4. April 1785, war das 13. Kind eines nach Frankfurt/Main eingewanderten Großhandelskaufmanns. Ihre Großmutter Sophie von LaRoche (1731-1807) war die erste Frau in Deutschland, die als Romanautorin hervorgetreten ist. Mit ihrem Bruder Clemens, dem später berühmten Lyriker und Herausgeber der Heidelberger Romantik ("Des Knaben Wunderhorn", mit Achim von Arnim) teilte sie ihre Liebe zu Goethes Schriften. Über ihre zeitweilige enge Freundschaft mit der unglücklichen Dramatikerin Karoline von Günderode veröffentlichte sie später den halbfiktiven Briefroman "Die Günderode" (1840). 1807 lernte sie Goethe persönlich kennen, ihre Schwärmerei konnte er zwar nicht erwidern, ließ die Beziehung jedoch immerhin im "Briefwechsel mit einem Kinde" (1835) Revue passieren. Bettina heiratete 1811 den Dichter Achim von Arnim (1781-1831), dem sie sieben Kinder gebar. Nach dessen Tod zog sie nach Berlin und eröffnete einen Salon, in dem sich die intellektuelle Elite der Hauptstadt traf. Sie setzte sich für Bedürftige ein, sympathisierte mit der demokratischen Bewegung des Vormärz und bat in mehreren Schriften den König, demokratische Tendenzen zu fördern - vergeblich: 1847 wurde sie zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, damals die höchstmögliche Bestrafung für eine Adlige.
Bettina von Arnim, die streitbare Romantikerin, die in ihren späten Jahren auch mit Johannes Brahms und Robert Schumann befreundet war, starb 73-jährig in Berlin.
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