Hannah Arendt
1906 - 1975
14. Oktober 2006
100. Geburtstag
Schriftstellerin, Philosophin und Soziologin, "Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft", "Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen"
Hannah Arendt wurde am 14. Oktober 1906 in Linden (bei Hannover) geboren und wuchs in einem sozialdemokratischen jüdisch-assimilierten Elternhaus in Königsberg auf. Ab 1924 nahm sie ein Studium der Philosophie, Theologie und Klassischen Philosophie in Marburg auf, wechselte aber später nach Freiburg im Breisgau und Heidelberg und hörte Martin Heidegger, Edmund Husserl und Karl Jaspers. Danach siedelte Arendt nach Berlin über, wo sie den Philosophen Günther Anders (vormals Stern) heiratete. Die Ehe wird 1937 geschieden. Im Jahr 1933 floh sie nach einer kurzen Inhaftierung durch die Geheime Staatspolizei über Karlsbad und Genf nach Paris, um 1941 schließlich in die USA zu emigrieren. Dort arbeitet sie in unterschiedlichen Stellungen und erhält 1951 die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1961 war Arendt Berichterstatterin über den Eichmann-Prozess in Jerusalem für die Zeitschrift "New Yorker". Ihre Beiträge werden wegen der Kritik am Verhalten der Judenräte sowie der Darstellung Adolf Eichmanns selbst und seiner Motive kontrovers diskutiert und erschienen als Buch unter dem Titel "Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht über die Banalität des Bösen". Ihre "Lebensthemen" waren Judenverfolgung und Totalitarismus, außerdem verfasste sie bemerkenswerte Essays z. B über Walter Benjamin und Bertolt Brecht.
Am 4. Dezember 1975 starb Hannah Arendt in New York
Deutsches Historisches Museum. Dhm
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