Harry Belafonte
1. März 2007
80. Geburtstag
Amerik. Sänger und Schauspieler; "Angelina", "Island in the Sun"
Harry Belafonte wurde in Harlem/New York als Sohn eines Matrosen und Schiffskochs aus Martinique und einer jamaikanischen Arbeiterin geboren. In seiner Jugend lebte die Familie fünf Jahre in Jamaika, kehrte dann aber zurück nach New York. Während des Zweiten Weltkriegs diente er bei der Navy, dann zog es ihn zum Theater. Die Bühnenkarriere verlief holprig, doch Otto Premingers Film "Carmen Jones" (1954), eine Musical-Version von George Bizets Oper Carmen, machte ihn plötzlich zum Leinwandstar. Belafonte gründete eine eigene Musik- und Filmproduktionsfirma und spielte weiterhin in zahlreichen Unterhaltungsstreifen. Später trat er in Filmen des großen amerikanischen Regisseurs Robert Altman auf, etwa in "Kansas City" (1996) und "Prêt-a-Porter" (1995, mit Kim Basinger und Sophia Loren). Internationale Popularität verdankt er aber in erster Linie seiner zweiten großen Liebe: der Musik seiner karibischen Heimat: Songs wie "Matilda", "Island in The Sun" oder der "Banana Boat Song" sind längst internationale Evergreens und brachten ihm den Ehrentitel "King of Calypso" ein. Weltweit verkaufte der gutaussehende Mann mit der weichen Stimme über 150 Mio. Platten. Während seiner gesamten Karriere setzte er sich - der Bürgerrechtler Martin Luther King war ihm lebenslanger Freund und Vorbild - für friedenspolitische und humanitäre Projekte ein: ob als Angehöriger des US-Friedenscorps in der Kennedy-Ära, Botschafter des UN-Kinderhilfswerks, Sympathisant der amerikanischen Indianerbewegung oder regelmäßiger Besucher von US-Gefängnissen.
Bio- / Filmografie, LinksWikipedia
Der Traum des Harry BelafonteDie ZEIT
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