Hans Christian Andersen
1805 - 1875
2. April 2005
200. Geburtstag
Dän. Dichter, "Die kleine Meerjungfrau", "Die Prinzessin auf der Erbse", "Das Märchen meines Lebens"
Hans Christian Andersen war der Sohn eines armen Schuhmachers. Er stammte aus Odense auf der dänischen Insel Fünen und ließ sich mit 14 am königlichen Theater in Kopenhagen als Sänger ausbilden. Gefördert von König Friedrich VI. konnte er von 1822 bis 1828 dort eine Lateinschule und die Universität besuchen. Der junge Schriftsteller war in Deutschland zunächst bekannter als in seinem Heimatland, die Autobiografie "Das Märchen meines Lebens ohne Dichtung" erschien 1846 auf Deutsch, erst neun Jahre später auf Dänisch.
Berühmt wurde Andersen natürlich für seine Kunstmärchen, z.B. "Das hässliche Entlein", "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern", "Des Kaisers neue Kleider", "Die kleine Meerjungfrau" oder "Die Prinzessin auf der Erbse", die über Generationen bis heute Kindern auf der ganzen Welt vorgelesen werden. Dabei verband er - geprägt auch vom dänischen Volksglauben - deutsche, griechische und dänische Sagen sowie historische Ereignisse mit literarischen Zeitströmungen. Andersen schrieb neben Märchen und Memoiren auch Gedichte - einige davon übersetzt von seinem deutschen Freund und Dichterkollegen Adalbert von Chamisso - , Novellen, Dramen und Reiseberichte.
Seit 1967 wird sein Geburtstag vom International Board on Books for Young People (IBBY) zum "Internationalen Kinderbuchtag" ausgerufen, um die Lust am Lesen zu fördern und die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Kinderliteratur zu lenken.
Andersen starb am 4. August 1875 in Kopenhagen. "Das wunderbarste Märchen", sagte er einmal, "ist das Leben selbst."
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