Am 14. März ehrte eine siebenköpfige Jury unter der Sprecherin Verena Auffermann die diesjährigen Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2012.
In der Kategorie Belletristik setzte sich der Hamburger Autor Wolfgang Herrndorf (*1965) mit dem parodistischen Thriller "Sand" durch, der auch im "online-voting" der Internetnutzer das Rennen machte. Schon im Vorjahr ging der undotierte virtuelle Leserpreis mit dem literarischen road-movie "Tschick" an Herrndorf, der früher als Maler und Zeichner gearbeitet hat.
Der Historiker und Professor für osteuropäische Geschichte an der Humboldt-Universität Berlin, Jörg Baberowski (*1961), erhielt den Sachbuch/Essayistik-Preis für "Verbrannte Erde", eine Gesamtdarstellung der stalinistischen Gewaltherrschaft.
In der Kategorie Übersetzung wurde Christina Viragh gewürdigt, die 1953 in Budapest geboren wurde, in der Schweiz aufwuchs und in Rom lebt. Sie hat über 1.700 Seiten des Romans "Parallelgeschichten" von Péter Nádas aus dem Ungarischen übertragen.
Der "Preis der Leipziger Buchmesse" für herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen ist mit je 15.000 Euro dotiert und wird seit 2005 vergeben.
Unterstützt wird die Auszeichnung durch den Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig, als Partner fungiert das Literarische Colloquium Berlin (LCB).
Bibliographie:
Herrndorf, Wolfgang:
Sand: Roman.
Berlin : Rowohlt, 2011. - 480 S.
ISBN: 978-3-87134-734-4 fest geb. 19,95 EUR
Baberowski, Jörg:
Verbrannte Erde: Stalins Herrschaft der Gewalt.
München : Beck, 2012. - 606 S. : Ill.
ISBN: 978-3-406-63254-9 fest geb. 29,95 EUR
Nádas, Péter:
Parallelgeschichten: Roman. - 1728 S.
Berlin : Rowohlt, 2012. - 1728 S.
ISBN: 978-3-498-04695-8 fest geb. 39,95 EUR
Weitere Informationen:
Preis der Leipziger Buchmesse mit allen Nominierungen
Preisträger 2011 (Meldung auf OeBiB.de)