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    Stadtbücherei Immenstadt im Literaturhaus
    Lesen in der Reithalle

     

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    Ein Literaturhaus gibt es in München, auch in Berlin, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart – seit Juni 2008 schmückt sich auch das Allgäu mit einem Literaturhaus – im Ortskern der Stadt Immenstadt.

    Laut Wikipedia ist ein Literaturhaus eine Institution, „die sich um die Vermittlung von Literatur der Gegenwart bemüht und den Diskurs über Literatur fördert“. In dieser Definition finden sich problemlos auch Bibliotheken wieder und so muss es nicht überraschen, dass die Stadtbücherei Immenstadt den Kern des Hauses bildet. 

    Das neue Domizil der Stadtbücherei ist alt – stammt aus dem 17. Jahrhundert, war einmal eine gräfliche Reitschule, wurde lange als Braukeller und Mälzerei verwendet, 2005 von der Stadt erworben, grundlegend saniert und bildet nun optisch wie funktional ein Highlight im Ortskern von Immenstadt.  Das Gebäude ist zweifelsohne mit seinem kontrastreichen Äußeren – weiß gekalkte Wandflächen, rubinrote Lamellen vor großen Glasflächen an den Giebelseiten – und seiner aufwendigen Innenrenovierung – frei gelegtes Fachwerk, ein frei sichtbarer Dachstuhl mit wuchtigem Balkenwerk im Obergeschoss – ein herausragendes Beispiel für die geglückte Sanierung eines Baudenkmals.

    Die Stadtbücherei findet sich nach langen Jahren schwieriger Bedingungen in einem Saal des ehemaligen Schlosses in einem Ambiente wieder, das ihrer Bedeutung als Literaturzentrum Immenstadt und als literarischer wie kultureller Treffpunkt der Region gerecht wird. Hohe Aufenthaltsqualität kann lässt sich vor allem dem Dachgeschoß mit seinem dunklen historischen Balkenwerk attestieren, dessen Geometrie sich in der Regalaufstellung widerspiegelt.  Hier finden sich wunderschöne ruhige Lese- und Arbeitsplätze, die in kräftigem Rot Kontraste zu den markanten Holztönen setzen.

    Die Gestaltung des Erdgeschosses ist etwas eigenwillig und aus Sicht der Landesfachstelle nur teilweise gelungen. Hier wird leider das Raumerlebnis der großzügigen ehemaligen Reithalle durch massive, über 2 Meter hohe Holzregale - ohne Sichtachsen angeordnet – erheblich gemindert. Ob die vom Architekten konzipierten beiden Lesetürme – gedacht als herausgehobene Lese- und Lernorte – angesichts ihrer Platzierung neben dem Kinderbereich nicht eher als Turn- und Spielplatz genutzt werden, bleibt abzuwarten.

    Dennoch: mit der Neuunterbringung hat die Bibliothek wesentlich an öffentlicher Aufmerksamkeit, an räumlicher Attraktivität und an Flächen für ihre Aktivitäten gewonnen.  Dazu können zwei Gewölberäume im Untergeschoß genutzt werden – ideal für Ausstellungen, Lesungen, Musik und Präsentationen. Inzwischen bemüht sich neben der Bibliothek auch ein Arbeitskreis, bestehend aus Verlegern, Autoren, Germanisten und Literaturliebhabern, das Haus mit Leben zu erfüllen. Aktivitäten mit Schulen, Literatur-Matineen, Lesungen, Kunstausstellungen und  die 1. Allgäuer Bücherschau Ende November als Informations- und Verkaufschau regionaler Verlage sorgen dafür, dass das Literaturhaus Immenstadt seinem Namen zunehmend gerecht wird. 

    Klaus Dahm

     

     

     

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