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    Bibliotheksporträts

    Gemeindebibliothek Unterföhring
    „Baum der Erkenntnis“ in der neuen Bibliothek

     

    Bürgerhaus
    Eingang mit Theke und RFID-Terminals
    Aktionsfläche im EG
    Wendeltreppe
    Kinderetage
    Lesecafé
    "Baum der Erkenntnis"
    Bibliotheksteam
    Größere Bilder in der Bildergalerie!

    Unterföhrings Bürger wurden von ihrer Gemeinde großzügig beschenkt: Ein neues Bürgerhaus mit integrierter Gemeindebibliothek setzt im Ort einen großzügigen und eleganten Akzent. Das Gebäude selbst beherbergt neben der Bibliothek (800 m²) einen Saal mit Bühne (für über 600 Personen), ein Restaurant mit Biergarten, Musikschule, Vereinsräume, Bundeskegelbahn, Mietpartyraum, Tiefgarage und eine Hausmeisterwohnung. Eloxierte Aluminiumplatten lassen die Fassade je nach Sonnenstand und Blickwinkel von einem kräftigen Rot bis hin zu schwarz schimmern. Den Vorplatz zum Gebäude schmückt ein Wasserspiel, das sanft über die Bodenplatten fließt und dem Platz ein weiches Element verleiht.

    Die Bibliothek ist das Herzstück des Bürgerhauses. Über drei Geschosse schmiegt sie sich in das Gebäude. Eine Wendeltreppe, die für sich selbst ein Kunstwerk ist, verbindet die Etagen miteinander (für nicht ganz so sportliche Kunden steht ein Lift zur Verfügung). Die 8,4 Tonnen schwere Treppe aus Stahl hatte eine besondere Reise hinter sich, bevor sie in einem Stück eingebaut wurde: Per Nachttransport wurde sie an ihrem Zielort angeliefert.

    Im Erdgeschoss, gleich im Eingangsbereich, sind Belletristik, Jugendbücher und Non-Books untergebracht. Das erste Stockwerk gehört ganz den Kindern, das ebenfalls dort untergebrachte Verwaltungsbüro spielt eine untergeordnete Rolle. Der Kinderbereich ist großzügig gestaltet. In das dunkelbraune Parkett wurde in organischer Form ein dunkelbrauner Leseteppichboden verlegt. Fast über die gesamte Wandbreite ist ein Rückzugsbereich für die Kinder integriert. Den Architekten ist es gelungen, den Kinderbereich so zu gestalten, dass er Funktionen wie kindgerechte Bestandspräsentation, Rückzugsmöglichkeiten sowie Platz zum Lesen und Träumen erfüllt. Dabei ist er klar gegliedert, nicht zu verspielt, hebt sich von den übrigen Bereichen ab und fügt sich jedoch gleichzeitig perfekt in das Gesamtkonzept der Bibliothek ein. Man wünscht sich, ein Unterföhringer Lesekind zu sein.

    Doch auch die Erwachsenen bekommen ihr „Schmankerl“. Das Lesecafé im zweiten Obergeschoss mit Blick auf den Vorplatz und das Rathaus strahlt durch die großen, von der Decke bis zum Fußboden reichenden Fenster eine großzügige Atmosphäre aus. Die leicht verspielte Möblierung des Cafés stellt einen Kontrast zu den Medienregalen in lindgrün mit den abgerundeten Ecken dar. Einzigartig im Bibliotheksbau dürfte die kleine Kiefer, vielleicht ein „Baum der Erkenntnis“, im Lichtschacht sein, die den Leser im Café willkommen heißt. Der Lichtschacht ist nach oben ins Freie geöffnet – Schneefall und Regen sind somit direkt mitten im Raum wahrzunehmen.  Man kann jeden Besucher verstehen, der hier Zeit und Raum vergisst und sich stundenlang im Lesecafé aufhält, in den Zeitschriften und Zeitungen schmökert oder einfach seine Gedanken schweifen lässt. Überhaupt die Ausblicke: Immer wieder sorgen großzügige Fenster für eine Verbindung zwischen innen und außen.

    Die Innenwände sind aus Beton, der dunkelbraune Parkettboden und die Regale, deren äußere Umrahmung in lindgrün, das Innenleben in weiß gestaltet sind, sorgen für einen harmonischen Kontrast. Die Planungen des gesamten Bürgerhauses mitsamt der Bibliothek wurden von der WerkGemeinschaft Guttenberger aus Stuttgart übernommen, das Regalsystem ist exklusiv angefertigte Schreinerarbeit. Mit dem Umzug in die neuen Räume wurde auch RFID  mit zwei Selbstverbuchungsplätzen installiert.

    „Wir sind sehr glücklich über die neuen Räume und die Möglichkeiten, die sie uns und unseren Kunden bieten. Die Großzügigkeit und die Einrichtung der Bibliothek stehen in starkem Gegensatz zu der früheren Unterbringung. Es ist ein vollkommen anderes Arbeiten für das Team. Wir können nun viel flexibler und kreativer arbeiten, so zum Beispiel in der Leseförderung für Kinder. Sie wird nach wie vor einer der Schwerpunkte unserer Arbeit sein, den wir weiter ausbauen möchten“, sagt Ilse Werner, Bibliotheksleiterin.

    Unterföhring liegt im Landkreis München (Oberbayern), hat knapp 10.000 Einwohner und verfügt über 22.000 Medieneinheiten.

    Ute Palmer-Horn

     

     

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