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    Bibliotheksporträts

    Bücherei Markt Kaufering
    Neues Ortszentrum in den Sonnenfarben gelb-rot-orange

    Fassade
    Farbenspiel
    Lesezone
    Kinderbereich
    Theke
    Größere Bilder in der Bildergalerie!

    Am 16. März 2012 wurde die neue Bücherei in Kaufering offiziell eingeweiht. Seit diesem Tag bleibt dem Team kaum Zeit zum Durchatmen, so groß ist die Neugierde der Kauferinger.  Den Kunden gefallen Großzügigkeit und Stil der Einrichtung, das Farbenspiel der Fenster-Buchstaben und das Lesecafé. Von Anfang an ist es gelungen, in dem Neubau eine Atmosphäre zu schaffen, die zugleich Klarheit und Wärme ausstrahlt.

    Kommt man zu Fuß vom Bahnhof zum Fuggerplatz, fällt sofort der farbenfrohe, in rot, orange und gelb gehaltene Flachbau ins Auge. Der bunte Farbklecks mit den unterschiedlich dicken Blockstreifen an der Außenfassade ist die Heimat der neuen Bücherei. Sie wurde bewusst als Mittelpunkt und Blickfang des zukünftigen Ortskerns ausgewählt. Das Farbkonzept des Gebäudes wurde vom Farbenkünstler Karsten Wittke gestaltet. Die bunten Farbstreifen sollen die prächtigen Bucheinbände des Mittelalters darstellen und damit  die Medien nach außen repräsentieren. Noch ist der Platz vor dem Gebäudekomplex, den sich die Bibliothek mit der Volkshochschule teilt,  nicht fertig gestellt. Doch nun wird mit den Außenarbeiten begonnen und bald ist damit die neue Ortsmitte fertig gestellt.

    Jahrelang in beengten Räumen untergebracht, stehen der Bibliothek jetzt 600 m² zur Verfügung. Innerhalb eines Jahres wurde der Neubau geplant und fertig gestellt. Bibliotheksleiterin Monika Hecht und ihre Stellvertreterin Heidi Bille vollzogen planerisch und organisatorisch ihr persönliches Meisterstück. Von Anfang an waren sie in die Planungen mit einbezogen, konnten ihren Bedarf und ihre Wünsche einbringen und  ihr Konzept überzeugend durchsetzen. Im Vorfeld wurden zahlreiche Bibliotheken angeschaut, Ideen entstanden und wurden wieder verworfen. Als Ergebnis ist eine atmosphärisch und inhaltlich gelungene und überzeugendende Bibliothek entstanden.  Die Balance zwischen Regalen, Sitzgelegenheiten und  „Freifläche“ ist gelungen. Allein drei Lesepodeste stehen den Lesern zur Verfügung. Dazu Tische mit Stühlen und im Raum verstreute,  zum Farbkonzept passende Sitzhocker, die Pebbles von der ekz Bibliotheks GmbH.

    Die Kinder dürfen sich auf zwei Podesten lümmeln: Es gibt eines für die Kinder im Bilderbuchalter und eines für die Grundschulkinder. Die Arbeit mit und für Kinder steht im Mittelpunkt, was sich in der Einrichtung und der Größe des Bereichs spiegelt.  Die Jugendlichen haben an der anderen Seite des Raumes ihren Rückzugsort bekommen, weit entfernt von den Kindern.

    Dunkelbraune Ledersessel geben dem Lesecafé eine edle Note. Die Zeitschriften sind in unmittelbarer Nähe davon untergebracht, in niedrigen Zeitschriftenregalen, die gleichzeitig als eine Art verlängerter Stehpult fungieren.

    Die Regale sind nicht überfrachtet, im Vorfeld wurde der Bestand gründlich gesichtet. Einige Regalfachböden sind  sogar noch leer: Dieser Platz wird für den Bereich „Eltern-Familie“ gebraucht, dessen Medien momentan umgearbeitet werden.

    Die Vorlagen für das Leitsystem wurden selbst erstellt, umgesetzt wurden sie von einer Grafik-Agentur vor Ort. So wirkt die Beschilderung professionell, ist dabei jedoch flexibel und leicht anzupassen.

    Ein besonderer Blickpunkt sind die farblich gestalteten Fenster. Bunte Buchstaben in transparenten Farben lassen Kunstwerke entstehen, die sich bei Sonnenschein auf dem Fußboden und auf den gegenüberliegenden Wänden spiegeln.

    Mit dem Umzug in die neuen Räume wurden auch die Öffnungszeiten erweitert: Die Bücherei hat zusätzlich samstags von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr geöffnet. Für die Zukunft haben  Monika Hecht und Heidi Bille einige Projekte in Planung: So möchten sie nach und nach weitere Teile des Bestandes auf Klartext umstellen und  im Jahr 2013 Selbstverbuchung mittels RFID einführen. Momentan stehen nur 2,25 Personalstellen zur Verfügung.  Die Aussichten stehen gut, dass das Team Zuwachs bekommt,  um den Lesern noch mehr Service bieten zu können.

    Ute Palmer-Horn 

     

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